Die Geschichte

Die Enge entwickelt sich  1924 - 1959

Öffentliche Institutionen schaffen ein Zentrum (1924/27) 
Als Quartiermittelpunkt und Verkehrsknoten etabliert sich die Kreuzung Beder-/Seestrasse. 1924 entsteht unterhalb der Kirche das geräumige und repräsentative protestantische Kirchgemeindehaus, das mit einer grosszügigen Grünfläche ausgetattet ist. Drei Jahre später wird der neue Bahnhof eröffnet. Das Trassee wird vom See weg verlagert und weitgehend unterirdisch angelegt, womit die zahlreichen Niveauübergänge verschwinden und sich Erschliessung und Lebensqualität der Enge schlagartik wesentlich verbessern.
 Öffentliche Institutionen schaffen ein Zentrum (1924/27)
Von allen Seiten überrannt (1929) 
1929 wird die Enge Ziel von Besuchern aus der ganzen Schweiz. Das seltene Naturschauspiel einer Seegfrörni zieht aufgrund der in den vergangenen Jahrzehnten gesteigerten Mobilität (Auto und Bahn) sehr viel Publikum an. Das Naturereignis wiederholt sich 1963.
Abschied von den drei Königen (1934) 
1934 erfolgt die zweite Eingemeindungswelle und fortan bildet das Quartier Enge zusammen mit Wollishofen und Leimbach den Stadtkreis 2. Das Quartier erhält auch als neues Wappen einen siebenmal geteilten Schild in Rot und Weiss - ursprünglich Wappen der Stadtfamilie Gschwend, die einst einen Obervogt in Wollishofen und Enge stellte. Das frühere Wappen stellte die drei Weisen aus dem Morgenland dar, überhöht von einem goldenen Stern. Daher erklärt sich auch der Name der Quartierzunft und der katholischen Kirchgemeinde (Dreikönigen).
Dank Landi zum Kongresshaus (1939) 
Für den Bau des Kongresshauses (1937/39) verantwortlich sind die Architekten Max Ernst Haefeli, Werner Moser und Rudolf Steiger. Auf die Eröffnung der Landesausstellung hin wollten die Verantwortlichen den Bau fertig haben, was wegen der knappen Zeit und des beschränkten und heiklen Baugeländes auf aufgeschüttetem Seegebiet keine leichte Aufgabe war. Grund für den Wunsch zur Eröffnung auf die Landi hin war neben dem Repräsentationsbedürfnis auch die Arbeitsbeschaffung für die vielen Arbeitslosen. Das Kongresshaus ist heute auch Zunftlokal der Quartierzunft zu den drei Königen.
 Dank Landi zum Kongresshaus (1939)
Ein Zentrum für die Zürcher Juden (1939) 
An der Lavaterstrasse entsteht das Gemeindezentrum der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich, zu welcher sich die Mehrheit der Zürcher Juden bekennt. Im heutigen Gebäudekomplex befindet neben dem Gemeindesaal und der Gemeindeverwaltung auch das einzige koschere Restaurant Zürichs. Viele Zürcher Juden wohnen in der Enge oder im benachbarten Quartier Wiedikon.
 Ein Zentrum für die Zürcher Juden (1939)
Eine eigene Kirche für die Katholiken (1951) 
Erst 1951 wird den Katholiken der Bau einer eigenen Kirche ermöglicht, allerdings ohne Kirchturm und ohne eigene Glocken, und so entsteht die Dreikönigskirche an der Schulhausstrasse. Sie steht nicht nur der örtlichen Gemeinde, sondern auch fremdsprachigen Katholiken für Gottesdienste zur Verfügung.
 Eine eigene Kirche für die Katholiken (1951)
Moderner Bildungstempel (1959) 
1953 gewinnt Jacques Schader den Wettbewerb zum Bau eines Gymnasiums und einer Handelsschule auf dem Areal von Park und Villa Freudenberg. Die 1959 in Betrieb genommenen kantonalen Schulen mit gleichsam schwebenden Baukörpern sind herausragende Zeugen der modernen Architektur. Um den heutigen Anforderungen zu genügen, wurden die Bauten unter strikter Wahrung von Substanz und äusserer Erscheinung 1993 - 2000 saniert.
 Moderner Bildungstempel (1959)