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Hoffen auf Plan A
02.07.2013
Hoffen auf Plan A

Wenn am 26. August in Altstetten die Sexboxen aufgehen, wird die Prostitution am Sihlquai verboten. Wohin sich Freier und Prostituierte verlagern, das war die heisse Frage, die im Rahmen des Lokaltermins des Quartiervereins Enge diskutiert wurde. Die Verterter der Stadt erwarten, dass sich die Szene nicht in die Brunau verschieben wird. Der Strichplan unter der Autobahnauffahrt sei zwar legal, werde jedoch nicht attraktiv sein - keine Toiletten, keine Betreuung, kein Ticketautomat für die Nachtbewilligung.

Wenn also Plan A aufgeht, dann wird in der Enge nichts passieren. Plan B bedeutet, dass sich die Szene trotz allem in die Brunau verlagert (zum Beispie,l weil sich die Sexboxen in Altstetten nicht durchsetzen - oder im Gegenteil, weil sie überlastet sind). Dann müsste die Stadt rasch reagieren und ein entsprechendes Angebot auch in der Enge aufziehen.

Dank den neuen gesetzlichen Grundlagen in der Stadt Zürich sind die Behörden jedoch zuversichtlich, die Situation unter Kontrolle halten zu können. So würden schon heute im Kreis 5 jeden Tag fünf bis zehn Freier verzeigt (was vor dem 1.1.13 nicht möglich war). Die 450 Franken (inkl. Schreibgebühren) würden schon schmerzen, und wenn dann noch die Ehefrau die entsprechende Post aufmacht...

Wie sich am Anlass auch herausstellte: Eine Garantie für den Erfolg gibt es nicht. Immerhin: Die Ausführungen der Vertreter von Polizei- und Sozialdepartement zeigten auf, dass man sich viele Überlegungen gemacht hat und das Vorgehen durchdacht ist.

Bildlegende: Olivier Matter (links) und Marcel Meier (rechts) vom Kriminalkommissariat City, sowie Michael Herzig vom Sozialdepartement standen der Bevölkerung Red und Antwort.