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Schauplatz Enge
22.08.2014

Rund 40 Personen folgten der Einladung des Chronos Verlags und des Staatsarchivs Zürich zur Präsentation der Beder-Chronik. Die Aufzeichnungen der Familie Beder aus den Jahren 1620 bis 1750 sind vor kurzem als Buch erschienen.

Nach einem kleinen Rundgang an einzelne Schauplätze der Chronik erfuhren die (mehrheitlich weiblichen) Vernissagegäste, dass noch im 18. Jahrhundert den Beamten die Todesstrafe drohte, wenn sie bei staatlichen Geschäften betrogen und Gelder veruntreuten, dass sich die Engemer damals noch an der Uhr des St. Peter orientieren mussten, um die Zeit abzulesen und dass sich der Brotpreis manchmal gar innerhalb eines Tages änderte.

Die Aufzeichnungen erstrecken sich über vier Generationen, auch sind sie praktisch lückenlos, was gemäss den Fachleuten des Staatsarchivs selten zu finden sei. Die Handschriften kamen vor rund hundert Jahren im Zwischenboden eines Hauses zum Vorschein, das wegen des Neubaus des Bahnhofs Enge abgerissen werden musste. Um welches Haus es sich dabei handelte, wie die Notizen dorthin gekommen waren und wie sie in die Hände der späteren Besitzerin Silvia Klöti-Grob gelangten, ist indes nicht bekannt.

Wer mehr Alltägliches und Merkwürdiges aus der Geschichte der Enge erfahren will, findet die vollständige Chronik - Handschrift, Transkription, Erläuterungen - auf der Website des Staatsarchivs. Als Buch sind die Aufzeichnungen im Handel für 38 Franken erhältlich.

http://suche.staatsarchiv.djiktzh.ch/detail.aspx?ID=1453326